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Pragtour - Die ersten 24 Stunden

Prag von oben
Prag von oben

Gestern am späten Nachmittag sind wir am Hotel Tulipan in einem Vorort von Prag angekommen. Nettes Personal, saubere Zimmer, gut gelegen, um zum Aquapark zu kommen oder nach Prag rein zu fahren.

Nachdem wir den Hänger mit den Rädern gut unter hatten, sind wir zum Abendessen nach Prag gefahren. Eine Haltestelle mit dem Bus, neun Haltestellen mit einer der drei Haupt-U-Bahn-Linien von Prag. Rot, gelb, grün. Quasi idiotensicher. Und vor allem für Kinder unter 15 Jahren gratis. Mit dem 24 Stunden Ticket relativ günstig, es sei denn, man hat nicht kapiert, dass die eine Station mit dem Bus außerhalb des Tarifgebietes liegt und wird kontrolliert... Dann wird es teuer, wie wir feststellen mussten. Mit "noch ein Ticket beim Busfahrer lösen" war nichts, da blieben sie knallhart. Egal ob Missverständnis oder nicht. 180€ für drei Personen. Und dabei haben sie dann zum Ausgleich uns beschissen. Um knapp dreißig Euro. Alle Versuche das Geld zurück zu bekommen, sind gescheitert. Die vom Touristeninformationszentrum waren super nett, aber die am Hauptbahnhof in der Zentrale, zu der wir geschickt wurden, haben Sebastian nicht Mal ausreden lassen. Die Polizei hat uns immerhin eine Adresse gegeben, an die wir uns wenden können, allerdings ist diese sonntags geschlossen. Also müssen wir unser Glück nun per Mail versuchen. Frustrierend, aber nicht zu ändern.

Insgesamt gibt es oft "versteckte" Kosten in Prag. Da kann man im Café zwar eine schöne Aussicht genießen, aber das Klo kostet selbst für Gäste Geld oder der Aussichtsturm hat eine Treppe und einen Lift, letzterer kostet natürlich extra, fährt aber nicht ganz hoch. Den haben wir zum Glück ausgelassen. Der Turm selbst (Prager Eiffelturm) hat sich gelohnt. Wunderschöne Aussicht und im Kombiticket mit dem benachbarten Spiegellabyrinth sind wir sogar ums Anstehen an der Schlange drum herum gekommen. Insgesamt war der Berg angenehm grün und bei der Hitze ein schöner Ort, auch wenn der Aufstieg sehr anstrengend war, weil die Bahn hoch auf den Berg gerade erneuert wird und nicht fährt. Naja, Bergsteigen können wir ja und dann sind wir auch aufgewärmt für die morgen beginnende Radreise. 

Die Stadt selbst hat alle Schwärmerei, die ich vorab gehört hatte, zu Recht erhalten. Egal in welche Straße man geht, überall tolle alte Hausfassaden, besondere Kirchen, Regierungsgebäude, Rathäuser und ähnliches. Außerdem ist alles überraschend sauber. Selbst die U-Bahn Stationen und die öffentlichen Toiletten. 

Ganz besonders begeistert waren wir von den lokalen Restaurants. Oft haben wir knapp neben den hauptfrequentierten Straßen nette kleine Lokale gefunden, die sehr sehr gutes Essen angeboten haben. Regional, top Qualität sowohl beim Fleisch als auch beim Gemüse, nicht zu teuer und selbst als wir ein vegetarisches Restaurant ausprobiert haben, was meinen Vater ultra skeptisch gemacht hat, war dieser am Ende von der Location begeistert. Also wenn ihr in der Nähe vom Rathaus mit der Orloj-Uhr seid, probiert gerne das Maitrae aus. Wirklich empfehlenswert!

Die Karlsbrücke ist ebenfalls einen Blick wert, nur sonntags sehr überlaufen. Waren wir froh, als wir dem Touristenstrom wieder entkommen waren.

Insgesamt kann man sagen: Prag ist sehenswert und lohnt sicher auch einen zweiten Besuch und wir haben in der kurzen Zeit wirklich sehr viel gesehen.

Nur bei den Preisen in den Bussen und Bahnen die Augen offen halten, die waren doch sehr willkürlich. Wir haben jedenfalls für keine Strecke zweimal denselben Preis bezahlt. Also vielleicht doch besser am Automaten ziehen ;)

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Kommentare: 1
  • #1

    Judith (Sonntag, 26 Juli 2026 20:12)

    Ich wünsche Euch viel Spaß auf Eurer weiteren Entdeckungsreise...